Wie
gehe ich vor ?
Alternative 1: Einzelne Elemente mit
unterschiedlichen Kommandos für die Hunde
Vorteil:
Verwechslungen sind nicht mehr möglich.
Nachteil:
Die Anzahl der Kommandos verdoppelt sich. Die von beiden Hunden beherrschten
Kommandos mussten alle einmal umgeändert werden. Ich wollte auch weiter mit
beiden Hunden einzeln arbeiten. Verwechslungen bei der Arbeit mit Hund 1 und
Kommando für Hund 2 waren vorprogrammiert. Sollen beide Hunde gleichzeitig etwas
ausführen, müsste ich 2 Kommandos fast gleichzeitig geben.
Alternative 2: Vor dem Kommando wird erst
der Hundename genannt
Vorteil:
Die Anzahl der Kommandos bleibt konstant. Die Hunde müssen keine neuen Kommandos
lernen.
Nachteil:
Verwechslungen bleiben erst einmal. Die Hunde müssen lernen, dass ein Kommando
in Verbindung mit ihrem Namen auszuführen ist und ein Kommando mit einem anderen
Namen nicht auszuführen ist. Sollen beide Hunde gleichzeitig etwas in
unterschiedliche Richtungen ausführen, müsste ich die Namen gleichzeitig
sagen.
Alternative 3: Es wird nur mit Sichtzeichen
gearbeitet
Vorteil:
Verwechslungen werden weitestgehend vermieden. Sichtzeichen sind den Hunden
bekannt, wurden aber teilweise schon abgebaut. Die Hunde müssen keine neuen
Kommandos lernen. Sichtzeichen können gleichzeitig mit beiden Händen gegeben
werden.
Nachteil:
Eine Vorführung mit einem Hund nur mit Hörzeichen ist anschließend
nicht mehr möglich.
Entschieden habe
ich mich für eine Kombination der Alternativen 2 und 3.
Wenn ich nur mit einem Hund arbeite wechsele ich
zwischen verbalen Kommandos und Sichtzeichen. Bei einigen Kommandos stelle
ich den Hundename vor das Kommando. Bei der Ausführung kommt es zwar hin und
wieder noch zu Verwechslungen, aber es wird langsam. Einige Kommandos habe ich
verändert. Vorher war z.B. ein drehen des Hundes neben mir nach rechts "drehen"
und nach links "Kreis". Sollen sich beide Hunde von mir wegdrehen, hätte ich für
jeden Hund wieder ein unterschiedliches Kommando benötigt. Nun ist das drehen
von mir weg bzw. das drehen zu mir hin mit einen Kommando gemeint. Bevor ich mit
einem neuen Element anfange, überlege ich genau, ob die geplante Ausführung auch
für die Arbeit mit beiden Hunden geeignet ist. Um Verwechslungen einzuschränken,
beginnt eine neue Übung mit Beiden gleichzeitig eigentlich erst nur mit
einem Hund. Erst liegt ein Hund im Platz und schaut zu, der Andere zeigt, ob
er seinen Part beherrscht. Bestätigung für den aktiven und passiven Hund.
Hunde tauschen und mit dem zweiten Hund seinen Part durchgehen. Nach
der Bestätigung für Beide wird die Übung dann mit zwei Hunden gleichzeitig
trainiert.